Stannum

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Version vom 22. Januar 2018, 16:12 Uhr von 2 (Diskussion | Beiträge) (LEITMOTIV — PRIMÄRE PSORA)
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ZENTRALE BEGRIFFE


Stannum, Zinn
(altgermanische Bezeichnung: z.B. althochdeutsch zin "Stab, Zinn") ist ein silberweiss glänzendes und sehr weiches Schwermetall, das sich mit dem Fingernagel ritzen lässt. Auffällig sind sein niedriger Schmelzpunkt und die relativ hohe Siedetemperatur.
Durch die Legierung Bronze, deren Bestandteile Kupfer und Zinn sind, ist es von grosser Bedeutung (Bronzezeit). Lange nachdem die Bronze durch das Eisen verdrängt wurde, erlangte Zinn Mitte des 19. Jahrhunderts durch die industrielle Herstellung von Weissblech von neuem grosse Bedeutung. wikipedia

Worauf richtet sich der Fokus der inneren Aufmerksamkeit?
Stannum ist erregbar durch all jene Einflüsse, die seine selbst errichtete Ordnung verändern oder bedrohen wollen. So reagiert er z.B. empfindlich, wenn Mitarbeitende andere Strukturen als die von ihm vorgegebenen bevorzugen, oder wenn Kinder ihre eigene, phantasievolle Ordnung schaffen wollen.



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Die Themenliste umfasst eine inhaltlich gruppierte Sammlung von Original Prüfungssymptomen

Wie zeigt sich das Leiden des Patienten? (Sekundäre Psora)

Wie kompensiert er sein Leiden? (Egotrophie, Egolyse, Alterolyse)

Wie lautet die eigentliche Hypothese „nach Masi“? (Primäre Psora)

Hier finden Sie spannende Interpretationen von einzelnen Themen oder Symptomen





THEMENLISTE


1. Gesundheit, Krankheit
Trübe, hypochondrische Stimmung CK 1
Gesicht blass und eingefallen; krankhafte, lange Züge. CK 144
Ängstliches Drücken in der Herzgrube, beim Liegen, als solle er einen Blutsturz bekommen, einige Stunden lang, durch Aufdrücken vergehend. CK 225
Beim Husten ist er immer sehr beklommen. CK 364
Engbrüstigkeits-Anfall, kurzer Athem und Angst, Abends. CK 369
Das Athemholen wird Abends kürzer, unter Angst; er muss lange schnell athmen, bis er einmal recht tief einathmen kann, worauf Alles vorbei ist. CK 370
Schwere in allen Gliedern, Mattigkeit auf der Brust und abwechselnd heftige Beängstigungen. CK 577
Er sprach im Schlafe und entschied über die Hülflosigkeit eines äusseren Mittels gegen ein inneres Übel, wie im Nachtwandler-Zustand. CK 610

2. Beim tief Athmen, öfters Gefühl angenehmer Leichtigkeit. CK 375

3. Unbeschreibliche Angst und Schwermuth, mehrere Tage. CK 1
Das Kind jammert Nachts im Schlafe, weint, bittet und fleht furchtsam. CK 611
Sehr lebhafte, ängstliche Träume, nachts. CK 612

4. Muthlosigkeit. CK 6

5. Unpässlich, weiss nicht was er mit sich selbst anfangen soll, Schmerzen besser von Gehen, ist jedoch so schwach, dass er sich schnell ausruhen muss. He 1.3

6. Still vor sich hin
Still vor sich hin, mit grossem Übelbehagen im Körper. CK 18
Stilles, in sich gekehrtes Gemüth, besorgt für die Zukunft. CK 16
Still, gut gelaunt. CK 22

7. Stilles, in sich gekehrtes Gemüth, besorgt für die Zukunft. CK 16

8. Gute Laune, lustig
Still, gut gelaunt. CK 22
Ausgelassen lustig. CK 24

9. Gesprächig, gesellschaftlich. CK 23

10. Streit, Schlagen, Grausamkeit
Ängstliche Träume von Zank, Streit und Schlagen. CK 613
Lebhafter Traum voll Grausamkeit. CK 620

11. Keine Ausdauer, kann nicht verweilen
Unruhe, die ihn nirgends lange verweilen lässt. CK 9
Unruhig und zerstreut, bei der Arbeit keine Ausdauer, sogleich. CK 8

12. Abneigung und Scheu vor Menschen. CK 3

13. Sprechen
Unlust zu sprechen. CK 4
Stille Verdriesslichkeit, er antwortet ungern und abgebrochen, ärgert sich leicht und wird leicht hitzig. CK 17
Das Sprechen wird ihm sauer. CK 171
Das Reden fällt ihm schwer, weil‘s ihm an Kraft dazu fehlt. CK 172
Schmerz im Halse, als schwölle derselbe mit wundartigem Schmerze an, ohne Bezug auf Schlingen; nach vielem Schleim-Rachsen entsteht eine grössere Höhe der Stimme, als gewöhnlich. CK 174K 365
CK 365

14. Angenehme Träume von irdischer Pracht und Grösse, die sie nach dem Erwachen in heiterer Stimmung erhalten. CK 621

15. Arbeit
Trödelig und gereizt, mit Gesichts-Hitze; sie wollte Allerlei verrichten, es ward aber Nichts fertig. CK 7
Unruhig und zerstreut, bei der Arbeit keine Ausdauer, sogleich. CK 8
Fruchtlose Geschäftigkeit, als hindere ihn Gedankenfülle, Arbeiten zur bestimmten Zeit fertig zu bringen; es fällt ihm Allerlei ein, das noch zu thun sey. CK 10
Ärgerlich; es ging ihm Nichts nach Wunsch. CK 11
Zu keiner Arbeit aufgelegt und zum Denken unfähig. CK 12
Grösste Abspannung des Geistes und des Körpers; er dauert nicht lange bei einer Arbeit aus, muss sich bei unwiderstehlicher Schläfrigkeit legen und schlafen, wobei er oft unter gleichgültigen Träumen aufwacht. CK 588
Ängstliche Träume, wie von versäumten Geschäften, zwei Nächte über denselben Gegenstand. CK 614
Verworrene, lebhafte Träume, in denen ihr Vieles verkehrt geht und sie bisweilen laut spricht, sie wirft sich im Bette herum, erwacht öfter und findet sich dabei jedes Mal sitzend im Bette. CK 616

16. Eine Frau, 39 Jahre alt, im vierten Monat schwanger; anhaltende Angst und Ruhe-losigkeit; muss im Bett bleiben nicht nur wegen körperlicher Schwäche, sondern auch wegen ihrer Unfähigkeit irgendetwas zu tun, weil sie nicht genügend Mut zusammen bringen kann und vergesslich und geistesabwesend ist; Gefühl wie Weinen die ganze Zeit, aber von Weinen fühlt sie sich schlechter; starkes Herzklopfen und Angst, besonders wenn sie Anweisungen über ihre häuslichen Dinge geben muss; Denken lässt sie sich elend fühlen und sie kann nicht loswerden was sie einmal im Kopfe hat; überempfindlicher Geruch; Schwindel beim Bewegen des Kopfes; hat Visionen am Morgen und bildet sich den ganzen Tag über alle möglichen Dinge ein (...) He 1.6

17. Aussendinge
An nichts Gefallen, ohne verdriesslich zu seyn. CK 5
Stumpf am Geiste, gleichgültig gegen Aussendinge, unaufgelegt, bei Blässe und Trübheit um die Augen. CK 13

18. Schwindel, als wären alle Gegenstände zu weit entfernt. CK 33

19. Unzufrieden, verdriesslich
Unzufriedenheit. CK 15
Verdriesslichkeit, die im Freien sich legt, den ganzen Tag. CK 14
Ärger und schnell vorübergehende Empfindlichkeit. CK 19
Aufbrausend und zu stürmischem Zorne geneigt. CK 20
Heftige, doch schnell vergehende Zornmüthigkeit. CK 21
Kopfschmerz, meist alle Morgen, mit Appetitmangel, Übelkeit und Verdriesslichkeit. CK 35

20. Weinen
Die Augen sind hervorgetreten und schmerzen wie nach Weinen. CK 120
(...) Gefühl wie Weinen die ganze Zeit, aber von Weinen fühlt sie sich schlechter (...) He 1.6

21. Schreck
Von Schreck, Lähmung im linken Arme und Fusse, die sich die Nacht verlor. CK 579
Öfteres Zusammenfahren, nachts, im Bette, wie von Schreck. CK 606
Plötzlich ein drückender Ruck in der linken Stirn und Schläfe, dass er laut aufschrie. CK 62

22. Geistig schwach
Gedächtniss-Mangel, früh, beim Erwachen. CK 25
Düseligkeit des ganzen Kopfes. CK 26
Eingenommenheit und Dummheit im Kopfe, wie zum Schnupfen, wozu es aber nicht kommt; mit Niesen. CK 27
Schwere und Eingenommenheit des Kopfes, Abends schlimmer. CK 28
Schwindel, als wenn sich das Gehirn herum drehete; er verliert alle Gedanken und kann nicht weiter lesen und sitzt da wie besinnungslos. CK 34
Drückende Schwere mit Leerheits-Gefühl in der linken Gehirn-Hälfte. CK 37
Drücken zur Stirn heraus mit Schläfrigkeit, durch Aufdrücken gemildert. CK 48
Drückend betäubender Gehirn-Schmerz dicht über den Augenbrauen, in Ruhe und Bewegung. CK 50
Düseliges Drücken durch den ganzen Kopf. CK 51
Verdüsterndes, drückendes Ziehen in einer Schläfe und Stirnhälfte. CK 71
Pulsartiges Stechen in der Schläfe, unter Hitze des Kopfes, Frost im Körper und Kopf-Schwäche, dass der Verstand fast fehlte; dabei Schlummer und Unbesinnlichkeit. CK 83
Wie Mattigkeit im Kopfe und Schlaf. CK 89
Plötzliche Rucke am obern Rande der rechten Augenhöhle, und an andern Theilen, mit empfindlicher Betäubung des Kopfes. CK 103
Grosse Müdigkeit am Tage; er muss liegen, kann aber nicht schlafen, und schlummert er ja ein, so bekömmt er Schwindel, Geistes-Abwesenheit und Dummheit, eine halbe Stunde lang. CK 595

23. Schwere im Kopf
Schwere im Kopfe, bei Ruhe und Bewegung, Abends, 2 Stunden lang. CK 29
Schmerzhaftes und meist anhaltendes Gefühl eines Gewichts auf dem Hinterhaupt. A 107
A 36-40, 94, 106

24. Lesen und Schreiben
Schwindel, als wenn sich das Gehirn herum drehete; er verliert alle Gedanken und kann nicht weiter lesen und sitzt da wie besinnungslos. CK 34
Schwäche der Hände, und Zittern derselben, am meisten beim Auflegen (auf den Tisch) und beim Schreiben, was ihm sauer wird. CK 480
Empfindlich zuckender Schmerz zwischen Daumen und Zeigefinger, beim Halten der Schreibfeder; beim Lockerlassen der Feder oder Aufhören mit Schreiben, fühlt er nichts, doch kommt das Zucken bald wieder und hält lange an. CK 495

25. Geräusch, Musik, Singen
Schläfrigkeit, nach einem Gange ins Freie, vorzüglich durch Musik erregt, und da sie die Augen schloss, entstand sogleich ein heller Traum. CK 603
Er hört im Traume einen starken Knall. CK 618
Sumsen im Kopf; äusseres Geräusch dröhnte darin. CK 88
Schreien im Ohre beim Schnauben. CK 136
Rauschen im Ohre wie von durchströmendem Blute CK 138
Knarren vor und in dem linken Ohre, wie von einem Thore, Abends. CK 139
Wenn der Bissen nicht mehr weit vom Magen-Eingange entfernt ist, entsteht dumpfes Knurksen im Bauche. CK 199
Heiserkeit, Mattheit und Leere der Brust, beim Anfange des Singens, dass sie immer absetzen und tief athmen musste; einige Hustenstösse hoben die Heiserkeit zuweilen auf Augenblicke. CK 351
Raschelndes Geräusch von einer Heuschrecke im linken Ohr. A 173

26. Geschlagen werden
Ängstliche Träume von Zank, Streit und Schlagen. CK 613
Empfindliche, harte Schläge plötzlich auf der rechten Achsel. CK 440
Empfindliches Zucken, bald auf dem Arme, bald auf der Hand, bald auf einem Finger, als bekäme er einen derben Schlag dahin. CK 445
Feine, stumpfe, empfindliche Stösse auf dem Mittelhand-Knochen des linken Zeigefingers, und an andern Theilen der Hände, als würde ein angespannter Nerv mit einem Hämmerchen berührt. CK 479
Plötzlich scharfes Drücken auf dem Scheitel, mit Gefühl, als würden die Haare bewegt. CK 46

27. Kopfschütteln, Nicken
Knacken der Halswirbel, selbst Andern hörbar, wenn sie schnell mit dem Kopfe schüttelt. CK 434
Schwäche der Nacken-Muskeln, als könne sie den Kopf nicht halten, mit Schmerz beim Bewegen des Kopfes. CK 433
Das Heben oder Beugen des Kopfes verursacht Schmerzen in den Muskeln, die in diese Bewegungen einbezogen sind. A 44

28. Haltlos, entkräftet
Betäubender Schwindel, bloss beim Gehen im Freien; er schwankt, als wollte er fallen. CK 30
Schwindel im Sitzen, als solle er fallen. CK 31
Grosses Leerheits-Gefühl im Bauche (doch ohne Hunger), als wären alle in einem schmachtenden Zustande; das Essen schmeckte; er ass viel und fühlte sich wohler darauf; dabei Haltlosigkeit im Körper. CK 279
Schwäche der Nacken-Muskeln, als könne sie den Kopf nicht halten, mit Schmerz beim Bewegen des Kopfes. CK 433
In Armen und Beinen Müdigkeit, er muss die Arme sinken lassen. CK 443
Grosse Haltlosigkeit in den Armen und Beinen, als wäre keine Kraft darin und als wollten Letztere den Körper nicht tragen. CK 444
Lähmige Schwäche in den Armen, wenn er nur kurze Zeit ein kleines Gewicht hält. CK 449
Die Arme ermüden leicht bei mässiger Anstrengung, so dass er, was er darin hält, sinken lässt. CK 450
Schmerzhafte Müdigkeit der Unterglieder im Stehen, mit Haltlosigkeit und Wanken; sie können den Körper nicht tragen. CK 512
Zerschlagenheits-Schmerz der Unterglieder beim Aufsteigen der Treppe; beim Absteigen sind sie so haltlos und schwach, dass er in Gefahr ist, zu fallen. CK 513
In den Oberschenkeln, Kraftlosigkeit. CK 515
Beim Gehen, besonders in der Sonne, wollen ihr die Knie einknicken, unter Mattigkeit des ganzen Körpers und mattem Schweiss im Gesichte. CK 547
Ungeheure Schwerfälligkeit; er will immer sitzen oder liegen, und beim Niedersetzen fällt er gleichsam auf den Stuhl, weil ihm die Kraft fehlt, dies langsam zu thun. CK 590
Grosse Müdigkeit mit steter Neigung zu sitzen; beim langsamen Gehen empfindet er es am meisten, weshalb er unwillkürlich schnell geht. CK 591
Bei schnellem Bewegen fühlt er die Entkräftung weniger, desto mehr aber nachher. CK 592
Zitterig und haltlos im ganzen Körper und den Gliedern; doch zittert bei leichtem Auflegen die Hand mehr, als beim fest Zugreifen. CK 593
Grosse Müdigkeit am Tage; er muss liegen, kann aber nicht schlafen, und schlummert er ja ein, so bekömmt er Schwindel, Geistes-Abwesenheit und Dummheit, eine halbe Stunde lang. CK 595
Grosse Mattigkeit nach Absteigen der Treppe, dass sie kaum athmen konnte; beim Aufsteigen fühlte sie Nichts. CK 597
Früh, beim Aufstehen, schmerzen Rücken und Beine, wie zerschlagen; sie ist so müde, als habe sie zu wenig geschlafen und der Körper nicht genug geruht; einige Stunden nach dem Aufstehen giebt sich‘s etwas. CK 629
CK 508, 511, 537, 594, 596, 628, 630, A 704

29. Öfteres Erwachen, nachts, als hätte er ausgeschlafen. CK 607

30. Strapazen
Schwäche-Gefühl in den Untergliedern, wie von Ermüdung durch Strapatzen. CK 509
Grosse Müdigkeit und Schwere der Unterglieder, nach einem zweistündigen Fusswege. CK 510
Zerschlagenheits-Schmerz in den Kniekehlen und Waden, wie nach weiten Fuss-Gängen, Abends, in Ruhe und Bewegung. CK 539
Kriebeln in den Füssen, wie nach einem starken Fuss-Gange, oder als wollten sie einschlafen, allmählig in die Unterschenkel heraufgehend. CK 567

31. Das Gehirn im Schädel
Schmerzhaftes Pressen des Gehirns gegen den Scheitel und die Hinterhaupts-Knochen, Abends, auch nach dem Niederlegen noch. CK 52
Schmerz, als wäre das Gehirn aus einander getrieben und gespannt. CK 55
Schmerzhaftes Gefühl beim Schütteln des Kopfes, als sey das Gehirn los und schlage an den Schädel an. CK 87
Schwindel, als wenn sich das Gehirn herum drehete; er verliert alle Gedanken und kann nicht weiter lesen und sitzt da wie besinnungslos. CK 34
Im oberen Teil der rechten Augenhöhle, Schiessen, welches von vorn nach hinten in die Gehirnmasse dringt. A 137

32. Kleine Geschwulst auf dem Schienbeine, mit einem rothen Punkte darauf; der bei Berührung schmerzt, als wenn das Fleisch von dem Knochen los wäre. CK 558
Schmerz unter beiden Fussknöcheln, Abends, beim Liegen im Bette, als würde die Ferse herausgerissen. CK 565

33. Leere Brust, leerer Bauch
Grosses Leerheits-Gefühl im Bauche (doch ohne Hunger), als wären alle in einem schmachtenden Zustande; das Essen schmeckte; er ass viel und fühlte sich wohler darauf; dabei Haltlosigkeit im Körper. CK 279
Schleim in der Luftröhre, Vormittags, der durch leichte Husten-Stösse ausgeworfen wird, unter grosser Schwäche der Brust, als wäre sie ausgeweidet, und bei Mattigkeit im ganzen Körper und allen Gliedern, in denen ein Schwäche-Gefühl herauf und herunterzieht; viele Morgen nach einander. CK 352
Gefühl von Weitbrüstigkeit zuweilen in der Ruhe, als erweitere sich die Brust, doch mit Gefühl von Ängstlichkeit wie bei Herzklopfen. CK 376
Kurzes, mühsames Athmen aus Schwäche der Athmungs-Werkzeuge, bei grosser Leerheit der Brust, doch ohne Luft-Mangel. CK 377
CK 280, 373

34. Während des ganzen Tages, jedoch nicht ständig, Gefühl an einer Stelle der rechten [Brust-]Seite, als ob dort drin ein Gefäss wäre, aus dem eine Flüssigkeit schnell heraustropfte. A 494

35. Zusammenpressen, -schnüren, -ziehen
Krampfhafter Kopfschmerz, als würde der Kopf äusserlich mit einem Bande zusammen-gezogen. CK 60
Kneipen zwischen Herzgrube und Nabel, als kniffe Jemand die Muskeln zusammen. CK 254
Zusammenschnürung der Brust, Abends, mit Angst. CK 382
Klamm in den Fingern, welche lange zusammengezogen bleiben. CK 489
Gefühl am Unterschenkel, als sey er fest zusammengebunden. CK 554
Röthliche Fuss-Geschwulst, besonders um die Knöchel, mit Gefühl, als wären die Füsse zu fest gebunden. CK 563
Viel Gähnen, beim Gehen im Freien, doch mit Beklemmung, wie von einem Reife um die Brust. CK 600
CK 56-59, 116, 147, 148, 240, 359, 372, 378, 383, 436, 475

36. Kleider
Engbrüstigkeit, als wären die Kleider zu enge; er muss sie öffnen, um gehörig athmen zu können. CK 372
Fressendes Jücken beim Auskleiden, über den ganzen Körper; er muss kratzen. CK 582
Aus dem Bette gestiegen, wird sie beim Anziehen plötzlich von einer Mattigkeit überfallen, dass sie kaum athmen kann. CK 630

37. Zerschlagen, zerschmettert
Schmerz wie von Zerschmetterung der Stirn. CK 63
Durchdringender Schmerz, in Absätzen, im Knochen des linken Oberarmes, als würde er zusammengedrückt und zermalmt, in Ruhe und Bewegung. CK 463
Verrenkungs-Schmerz an der rechten Hüfte, im Gehen, dass er fast hinken musste mehrere Stunden lang. CK 503
Kraftlosigkeit, als wären ihr die Beine zerschlagen. CK 589
CK 363, 400, 462, 497, 507

38. Stechende Schmerzen
Ein langer stumpfer Stich auf dem linken Stirnhügel. CK 81
Stechendes Kopfweh in der Stirn, auch in der Ruhe, mehrere Tage lang; beim Bücken will Alles zur Stirn heraus. CK 82
Dörrendes Stechen oben im Rachen, ausser dem Schlingen. CK 176
Plötzlich ein langer erschreckender Stich in der linken Brust-Seite, eine Hand breit unter der Achselgrube. CK 389
CK 91-95, 105-108, 131, 156, 160, 161, 230, 384-388, 393, 413, 416-420, 424-429, 432, 461, 516, 517, 525, 535, 536, 572, 575, A 55, 75, 114, 127, 137, 151, 157, 378

39. Flöhe, Insekten
Stechen, wie von einem Floh, in der letzten rechten wahren und der linken falschen Ribbe. CK 394
Gefühl in den Brustwänden, in einer Linie mit der Herzspitze, als ob ein Insekt die Teile dort beissen würde. CK 492

40. Messer und Nadeln
Schneiden im Schlunde, wie mit Messern, beim Schlingen. CK 175
Stichartige Empfindung in der Eichel, wie von Nadeln. CK 336
Plötzlich scharfe Messer-Stiche in der linken Brust-Seite. CK 390
Scharfe durchdringende Nadel-Stiche auf dem Schlüsselbeine. CK 391
Beim Aufheben einer Last kam es ihr plötzlich zwischen die Schulterblätter, wie verhoben, mehr linker Seite, dabei heftige, scharfe Messer-Stiche beim mindesten Bewegen, Athmen oder Gähnen; beim hinter Biegen fühlt sie unerträgliche Schmerzen. CK 422
Stechen wie von einer Nadel, an der Inseite des linken Oberschenkels. CK 518
CK 405, 492, 583, A 379, 380

41. Hitze und Brennen
Hitze in der Stirn, auch äusserlich fühlbar. CK 85
Brennender Schmerz im halben Vorderkopfe, wie Feuer, so auch in der Nase und den Augen, mit auch äusserer Hitze der Theile; in Ruhe und Bewegung Alles gleich; er musste liegen; dabei Übelkeit und würgen wie zum Erbrechen; von früh bis Abends. CK 86
Träume von Feuer. CK 619
CK 94, 95, 106-110, 116, 159, 235, 317, 334, 335, 534, 560-562, 581, 642-648, A 212

42. Wie ein kühler Wind
Kneipendes Reissen durch den Knorpel am linken Ohrläppchen, mit Gefühl zuweilen, als wehe ein kühler Wind daran. CK 130

43. Reiben mit einem wollenen Tuche
Augenschmerz wie von Reiben mit einem wollenen Tuche, bei Bewegung der Lider gemindert. CK 96
Beissen in den Augen, wie nach Reiben mit einem wollenen Tuche. CK 113

44. Fremdkörper
Gefühl hinter dem rechten Augenlide, wie von einem harten Körper. CK 102
Brennender Klamm-Schmerz, Abends, in der linken Wange und bald darauf Backen-Geschwulst, die nur bei Verziehung des Gesichtes schneidend drückend schmerzt, als wären Glas-Splitter zwischen dem Backen und den Zähnen. CK 155
Beklommenheit der Brust, als stiege Etwas in den Hals, das den Athem versetzte. CK 374
Drücken tief in der Brust, wie von einer Last. CK 380
Drücken und Ziehen, wie von einer Last, auf der linken Schulter, am äussern Oberarme und vom Ellbogen an in den tiefliegenden Muskeln des Vorderarms, im Zimmer allmälig vergehend. CK 438
Im linken Unterschenkel, der beim Sitzen, über den andern geschlagen, herabhängt, schmerzliches Gefühl, als hinge ein schweres Gewicht daran. CK 555
Gefühl im Gaumensegel ähnlich wie das, was verursacht wird durch eine Prise Schnupftabak, welche, durch eine starke Einatmung, bis in den Hals hinunter gezogen wurde, abends. A 218
Gefühl im Gaumensegel, als ob ein Fremdkörper dort wäre, oder etwas Schleim, der weder abgeräuspert noch geschluckt werden konnte; dasselbe Gefühl im hinteren Nasenraum. A 219

45. Wellenförmig
Ein wellenförmiger Stoss im Rücken, über dem linken Schaufelbeine, dass er mit Schreck zusammenfuhr. CK 412
Nachts, nach Erwachen, wellenförmige ziehende Rucke tief in der Hand, wie in den Nerven, dass er hätte schreien mögen. CK 626
Mund und Rachen wunderbar gewellt [wie Wellblech]; er konnte kaum schlucken, und sein Mund fühlte sich hart und ledrig an. A 215

46. Geschmack
Geschmack im Munde lätschig. CK 183
Bitter-Geschmack aller Genüsse (Speisen und Getränke), nur nicht des Wassers; ausser dem Essen kein bittrer Geschmack. CK 185
Kräuterartiger Geschmack des Bieres. CK 188
Tabak schmeckt im Rauchen scharf und trocken. CK 190
Das Kind verlässt die Brust der Mutter, welche Zinn eingenommen, und will nicht mehr trinken. CK 197
Aufstossen, gleich früh, erst wie nach faulen Eiern, dann blosser Luft. CK 207
Drücken im Magen und Unbehaglichkeit, nach Genuss von etwas Suppe. CK 222
CK 184, 186, 187, 189

47. Sexualität
In der Ruthe, Zucken, bis hinter, fast wie zur Entladung des Samens. CK 330
Brennen in den innern Geschlechtstheilen, wie ein heftiger Reiz zur Samen-Entleerung. CK 331
Kein Geschlechts-Trieb und kein Begattungs-Vermögen, selbst nicht, wenn er dazu gereizt wird. CK 332
Unerträgliches Wolllust-Hochgefühl in den Zeugungstheilen und im ganzen Körper, bis zur Samen-Entleerung. CK 333
Ruthe-Steifigkeit sogleich; die drauf folgenden Tage, Mangel an allen Erektionen. CK 337
Pollutionen, ohne geile Träume. CK 338
Geile Träume mit Samen-Ergiessung, ohne Erektion. CK 623
Nächtliche Erektionen ohne geile Träume. CK 624
Nächtliche Pollution im Schlaf, beim Liegen auf dem Rücken. A 429
Verliebte Träume, mit körperlichem Vergnügen, ohne Pollution. CK 753

48. Die Woche vor der Regel, grosse Angst und Schwermuth, die mit dem Flusse des Blutes aufhört. CK 342

MIASMATISCHE DYNAMIK — SEKUNDÄRE PSORA


In dieser Phase klagt Stannum ausführlich darüber, wie er an der Arbeitswelt leidet. Er kann seine alltäglichen Pflichten nicht erfüllen, kann zu wenig dranbleiben, hat keine Ausdauer, er wird mit nichts fertig, alles läuft aus dem Ruder usw Th 5, 11, 15, 19. Wenn er sich mit Mitarbeitenden oder Untergebenen herumschlagen muss Th 16, machen die nie genau das, was er ihnen vorschreibt, obwohl seine Ideen von Struktur und Ordnung doch gut nachvollziehbar wären. Dies kann so weit gehen, dass er Scheu vor den Menschen im allgemeinen hat, sie scheinen alles immer nur kompliziert zu machen und durcheinander zu bringen Th 12. Er will mit niemandem mehr sprechen und ärgert sich leicht Th 13.
Er neigt zu einer trüben, hypochondrischen Stimmung, weil er ständig befürchtet, den an sich selbst gestellten Anforderungen nicht gerecht zu werden. Die Alltagslasten drücken ihm vor allem auf die Brust, er kann nicht frei durchatmen, hat Beklemmung und Beängstigung im Brustbereich Th 1, seine Glieder fühlen sich an, als hätte er schwere Strapazen hinter sich Th 30.
Es ist denkbar, dass Stannum Angst vor Sexualität hat, da diese ein relativ unkontrollierbares Geschehen ist: Sexuelle Funktion und Empfindung fallen auseinander Th 47.

MIASMATISCHE DYNAMIK — TERTIÄRE PSORA


Egotrophie
Wo Ordnung und Struktur äusserlich gut wahrnehmbar ist, fühlt Stannum sich wohl. Solche Welten kommen seiner Vorstellung von Vollkommenheit am nächsten. Wenn er eine Gruppe anleiten und zu einer exakten Gemeinsamkeit bewegen kann, befriedigt ihn dies besonders. Er kann sich als Choreograf ebenso berufen fühlen wie als Berufsmilitär. In einer solchen Umgebung kann er gut gelaunt und lustig sein Th 6, 8. In diesem engen Rahmen verkehrt er auch gesellschaftlich mit anderen Th 9. Er kann dabei seine körperlichen Kräfte verausgaben, mit wenig Schlaf auskommen Th 29 und versuchen, mit einem übertriebenen Engagement alles auf die Reihe zu kriegen. In den Träumen von irdischer Pracht und Grösse Th 14 bastelt er ebenfalls an seinem eigenen, wohl geordneten Reich.
Um seinen Verlust an Effizienz zu kompensieren, zieht Stannum sich in eine kleine, überschaubare Welt zurück. Wir stellen uns z.B. einen Mönch vor, der in einem äusserlich kargen, streng geregelten Tagesablauf zu Heiterkeit und Leichtigkeit Th 2 findet und sich um nichts mehr zu kümmern braucht.

Egolyse
In der Resignation vor dem nicht zu bewältigenden Chaos des menschlichen Daseins wird Stannum vollkommen mutlos Th 4 und gleichgültig gegen alles Th 17, die Dinge scheinen weit weg Th 18. Sein Geist wird stumpf und benommen. Er sitzt wie besinnungslos da, kann nicht mehr lesen und schreiben und ist in seinen eigenen Gedanken verloren Th 22, 23, 24. Zum Reden fehlt ihm die Kraft, körperlich leidet er unter extremer Schwäche und Halt-losigkeit Th 28.

Alterolyse
Dass die anderen Menschen seinen Wunsch nach Ordnung und Struktur kaum je ge-nügend respektieren, macht aus Stannum einen leicht erregbaren, ärgerlichen und verdriesslichen Menschen Th 13. Er reagiert aufbrausend und hitzig Th 19, wobei seine Wut auch schnell wieder vergeht, da er zu schwach ist, um lange zu zürnen.

LEITMOTIV — PRIMÄRE PSORA


Welche „Conditio humana“ lehnt er ab? Wo wünscht er sich Vollkommenheit?
Stannum wünscht sich eine vollkommene kleine "Zinnsoldatenwelt" – überschaubar, formbar, strukturiert, abgegrenzt. Er will sie am liebsten selber gestalten, weil nur er dabei alles richtig machen kann. Sein Anliegen ist eine äusserlich wahrnehmbare, übersichtliche Ordnung.
Die Einwirkungen der grossen Welt lehnt er ab, diese bringt nur Chaos und unkontrollierbare Einflüsse in seine strukturierte eigene Ordnung.

Wo erlebt er deshalb ein Nichtgenügen, einen Verlust?
Da Stannum den Anspruch hat, eine ganz eigene kleine Welt in Ordnung zu halten, hat er das Gefühl, nichts wirklich auf die Reihe zu bringen. Es ist eine alltägliche Erfahrung, dass die Errichtung materieller Ordnungssysteme nie wirklich abgeschlossen ist. Stannum erlebt dies als extremes Nichtgenügen, als Versagen.
Er hat keine Ausdauer bei der Arbeit Th 11, ist trödelig, gereizt und wird mit nichts fertig Th 15. Er verliert die Motivation – gerade an den äusseren Dingen, die ihm sonst so wichtig sind, findet er keinen Gefallen mehr Th 17. Er weiss nichts mit sich anzufangen Th 5.

Was empfindet er infolge der Ablehnung als Bedrohung oder als Strafe?
Da andere Menschen ihm sowieso nicht helfen können bei der Erschaffung seiner "Zinnsoldatenwelt", hat er Angst, Anweisungen zu erteilen Th 16. Konflikte fürchtet er besonders, da diese immer unkontrollierbar sind. Er leidet unter ängstlichen Träumen von Zank, Streit, Schlagen und Grausamkeiten Th 10.
Die Zukunft ist wegen ihrer Unübersehbarkeit für Stannum bedrohlich Th 7.
Krankheiten lösen zahlreiche Ängste aus, vor allem wenn der Brustbereich betroffen ist Th 1. Angst und Schwermut bestehen auch vor der Regel Th 48: Zum einen leidet die Stannum-Frau hier unter den ungeordneten Stimmungen, zum anderen erlebt sie das Auseinanderdriften ihres Anspruchs an eine perfekte häusliche Ordnung und der Angst, mit nichts fertig zu werden.

Wie könnte sich ein bewusster Umgang mit der Grundproblematik darstellen?
Stannum kann Dinge ganz praktisch in Reih und Glied bringen und hat einen guten Ordnungssinn. Um allerdings frei zu werden von einer gewissen Zwanghaftigkeit, die in seinem Anspruch steckt, muss ihm bewusst werden, dass es nicht reicht, die äusseren, materiellen Dinge in Ordnung zu bringen, sondern dass es auch einer inneren "Aufgeräumtheit" bedarf. Der Traum "Entschied über die Hilflosigkeit eines äusseren Mittels gegen ein inneres Übel" scheint genau dies zu bestätigen: Äusseres Ordnen allein hilft nicht gegen inneres Unglück und Gefühlschaos.

INTERPRETATION einzelner Themen oder Symptome


Stannum hat angenehme Träume von irdischer Pracht und Grösse Th 14. Auf Grund der vorliegenden Hypothese könnte man hier z.B. an einen Staatsempfang mit aufmarschierenden Soldaten vor der Kulisse prunkvoll geschmückter Regierungsgebäude denken. Wahrscheinlich stehen irdische Pracht und Grösse für Stannum im Zusammenhang mit gut organisierter und zur Schau gestellter Materie.

Am besten wird sich Stannum seine geordnete eigene Welt in einem begrenzten Raum, z.B. im eigenen Heim, einrichten können, welches möglichst geschützt wird vor fremden Einflüssen. Zu dieser Vorstellung passen die Symptome: Knarren vor und im linken Ohre, wie von einem Tore, oder der starke Knall, den er im Traume hört Th 25. Er nimmt den Durchgang, die Öffnung wahr, die ihn mit der "ungeordneten Welt" verbindet, bzw. das Zuknallen der Türe, mit deren Hilfe er sich von der Aussenwelt abgrenzen will.
Im linken Ohr hört er ein raschelndes Geräusch von einer Heuschrecke Th 25. Die Grille ist unter anderem ein Symbol des heimischen Herdes. LdtS

Ängstliches Drücken in der Herzgrube, beim Liegen, als solle er einen Blutsturz bekommen, einige Stunden lang, durch Aufdrücken vergehend Th 1. Und, während des ganzen Tages, jedoch nicht ständig, Gefühl an einer Stelle der rechten [Brust-]Seite, als ob dort drin ein Gefäss wäre, aus dem eine Flüssigkeit schnell heraustropfte Th 34.
Die Vorstellung, einen Blutsturz zu erleiden, ist für Stannum wohl besonders bedrohlich, weil ihm dabei klar wird, dass er keinen Einfluss hat auf die korrekte Ordnung des Blutkreislaufs. Die Lebensenergie läuft ihm unkontrollierbar davon.

Schläfrigkeit, nach einem Gange ins Freie, vorzüglich durch Musik erregt, und da sie die Augen schloss, entstand sogleich ein heller Traum Th 25. Im Allgemeinen liegt der Musik eine exakte Ordnung zu Grunde. Pythagoras stellte einen Zusammenhang zwischen Musik und Mathematik her und berechnete so die wichtigsten Intervalle LdtS. So kann vor allem harmonische Musik auf Stannum sehr wohltuend und entspannend wirken.
Seit Jahrhunderten wird Zinnblech grossflächig zur Herstellung von Orgelpfeifen im Sichtbereich verwendet. Diese behalten ihre silbrige Farbe über viele Jahrzehnte (irdische Pracht und Grösse!). Das weiche Metall wird als Legierung verwendet und hat für die Klangentfaltung sehr gute vibrationsdämpfende Eigenschaften.

Im Zusammenhang mit dem Anspruch an eine geordnete materielle Welt erfährt er in seinem Körperbefinden etliche Beschwerden der Haltlosigkeit Th 28. Indem er versucht, eine vollkommene äussere Ordnung zu erschaffen, verliert er seinen eigenen Halt.
Kompensatorische Symptome dazu sind: Gefühl am Unterschenkel, als sey er fest zusammengebunden oder röthliche Fuss-Geschwulst, besonders um die Knöchel, mit Gefühl, als wären die Füsse zu fest gebunden Th 35.

Die von Stannum angestrebte Ordnung wird durch die Einflüsse der äusseren Welt ständig bedroht. Dies zeigt sich in zahlreichen körperlichen Symptomen: Fremdkörpergefühle wie von Glassplittern oder einem Gewicht am Bein Th 44; als werde er mit einem wollenen Tuche gerieben Th 43, von einem kühlen Wind angeweht Th 42 oder mit Messern und Nadeln gestochen Th 40; Insekten scheinen ihn in die Brust zu stechen oder zu beissen Th 39.

Schmerz unter beiden Fussknöcheln, Abends, beim Liegen im Bette, als würde die Ferse herausgerissen. Th 32. Die Ferse ist der verwundbare Teil eines sonst unverwundbaren Menschen, z.B. bei Achilles LdtS. Der Wunsch von Stannum, eine unverletzliche Ordnung zu errichten, wird hier parodiert.
Ein wellenförmiger Stoss im Rücken, über dem linken Schaufelbeine, dass er mit Schreck zusammenfuhr, sowie, Nachts, nach Erwachen, wellenförmige ziehende Rucke tief in der Hand, wie in den Nerven, dass er hätte schreien mögen Th 45
Das Empfinden von wellenförmigen Schmerzen erscheint wie eine Aufforderung zum Loslassen des starren Ordnungsempfindens von Stannum. Die Wellen stehen symbolisch für Wandel und Veränderung LdtS.

Das Schreien im Ohre beim Schnauben Th 25 schafft einen Bezug zu einer Eigenart von Zinn: Beim Verbiegen dieses relativ weichen Metalls, beispielsweise von Zinnstangen, tritt ein charakteristisches Geräusch auf, das so genannte Zinngeschrei.

DIFFERENTIALDIAGNOSE


Muriaticum acidum kann ein ähnliches Krankheitsbild aufweisen, auch er kriegt nichts mehr auf die Reihe. Er lehnt jedoch schon die Auseinandersetzung mit den Kleinigkeiten des täglichen Lebens ab – er will sich nicht anstrengen müssen. Stannum hingegen ist verzagt in dem Moment, wo er seine Vorstellung von Ordnung nicht aufrecht halten kann. Ordnung in diesem Sinne ist für Muriaticum acidum nicht von Belang. RMM 1

Auf der Ebene des Anspruchs liegt Coffea ganz nahe bei Stannum. Er möchte sich nicht in die "gottgegebene" Ordnung bzw. in eine bereits bestehende Hierarchie einfügen. Sein Ordnungsempfinden jedoch bezieht sich nicht nur auf die umgebende Materie eines begrenzten Bereichs – ihm geht es darum, die ganze Schöpfung zu verbessern.
Wo Coffea begeistert, aufgeweckt und kreativ Projekte ausdenkt, unterliegt Stannum eher dem Zwang, das Bestehende zu ordnen. RMM 2

ZUR SUBSTANZ


Stannum, Zinn
(altgermanische Bezeichnung: z.B. althochdeutsch zin "Stab, Zinn") ist ein silberweiss glänzendes und sehr weiches Schwermetall, das sich mit dem Fingernagel ritzen lässt. Auffällig sind sein niedriger Schmelzpunkt und die relativ hohe Siedetemperatur.
Durch die Legierung Bronze, deren Bestandteile Kupfer und Zinn sind, ist es von grosser Bedeutung (Bronzezeit). Lange nachdem die Bronze durch das Eisen verdrängt wurde, erlangte Zinn Mitte des 19. Jahrhunderts durch die industrielle Herstellung von Weissblech von neuem grosse Bedeutung. wikipedia

ANMERKUNGEN


Wir finden auffallend ähnliche Prüfungssymptome bei Stannum und Oleander. Diese wurden alle von Dr. Gross in die Materia Medica eingeführt, was leider ihre Bedeutung schmälert: Die Vermutung besteht, dass sie als grundlegende Beschwerde des damaligen Probanden bewertet werden müssen.

Stannum: Schleim in der Luftröhre, Vormittags, der durch leichte Husten-Stösse aus-geworfen wird, unter grosser Schwäche der Brust, als wäre sie ausgeweidet, und bei Mattigkeit im ganzen Körper und allen Gliedern, in denen ein Schwäche-Gefühl herauf und herunterzieht; viele Morgen nach einander. CK 352
Gefühl von Weitbrüstigkeit zuweilen in der Ruhe, als erweitere sich die Brust, doch mit Gefühl von Ängstlichkeit wie bei Herzklopfen. CK 376

Oleander: Grosse Leerheit in der Brust, wie ausgeweidet. RAL 200
Starkes Herzklopfen mit dem Gefühl, als wäre die Brust weiter geworden; er athmet dann mit starker Erhebung der Brust, ohne Beängstigung. RAL 201

QUELLEN


Überarbeitung im Rahmen der Arzneimittelstudiengruppe Olten, Dezember 2006

CK
A
He
RMM
LdtS
Bild
Hahnemann Samuel, Die Chronischen Krankheiten, 4. Nachdruck der 2. Auflage, Heidelberg 1988
Allen T.F., The Encyclopedia of pure Materia Medica, New Delhi 1988, Band 9
Hering Constantin, The Guiding Symptoms of our Materia Medica, New Delhi 1989, Band 9
Studer Susanne, Ostermünchner Esther, Revidierte Materia Medica Homoeopathica Band 1, 2, HIZ, Hägglingen 2002, 2005
Cooper, J.C., Illustriertes Lexikon der traditionellen Symbole, Wiesbaden 1986
Esther Ostermünchner